Erste Reaktion auf den Fragenkatalog des Fanszene Chemnitz e.V.

Hallo Clubfans,

wie bereits in unserem Rückblick auf den Fanclubabend dargelegt, haben wir als Fanszene Chemnitz e.V. die an diesem Abend offen gebliebenen Fragen an Herrn Sobotzik geschickt.

„Sehr geehrte Vorstände des Chemnitzer FC e.V., sehr geehrter Herr Siemon,

aufgrund der Vorkommnisse beim Fanclub-Abend, welcher am 18.07.2018 in den VIP-Räumlichkeiten des Stadions stattfand, haben wir uns dazu entschlossen, einen Fragenkatalog zu erstellen. Wir bitten um eine gemeinsame Beantwortung der folgenden Punkte durch den Vorstand sowie Herrn Siemon, da die Mitglieder des CFC aktuell unzureichend über die Geschehnisse der vergangenen zwei Wochen informiert wurden. Wir empfinden eine transparente und ehrliche Aufarbeitung der Sachverhalte als notwendiges Mittel gegenüber den Gläubigern des Insolvenzsverfahrens sowie der Sponsoren, Mitglieder und Fans des Chemnitzer FC e.V.

Vielen Dank im Voraus. Mit himmelblauen Grüßen Ronny Licht, Erik Frenzel, Frank Lohse, Philipp Uhlig, Markus Müller, Markus Liebschner, Marcus Hengst, Frank Grunert, Lutz Uhlmann und Marcel Schumann für den Vorstand des Fanszene Chemnitz e.V.“

Nach wenigen Tagen kam eine Antwort, leider nicht in dem Rahmen, wie wir und sicherlich auch viele Clubfans sich das gewünscht hätten. Da Herr Sobotzik einer Veröffentlichung seiner Antwort auf Nachfrage zugestimmt hat, wollen wir euch diese nicht vorenthalten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage direkt an Herrn Siemon denn ich bin offenbar zumindest für Sie nicht der richtige Ansprechpartner. In einer Veröffentlichung auf Ihrer Homepage wurde ich Ihrerseits als Lügner bezeichnet:

‚Der Vorstand des „Fanszene Chemnitz e.V.“ hatte gehofft, dass man an dieser Stelle die vielen offenen Fragen der Fans und Mitglieder des CFC zumindest ein Stück weit beantworten kann. Leider gestaltete sich die gestrige Veranstaltung anders. Thomas Sobotzik (Vorstand Sport und Finanzen) ging auf die Eingangsfrage: „Warum hat Andreas Georgi auch für die Fanclubveranstaltung ein Hausverbot erteilt bekommen?“ erst gar nicht und im weiteren Verlauf mit Unwahrheiten ein.‘

Ich bin so erzogen worden, dass ich allen Menschen gegenüber mit Respekt und Aufrichtigkeit begegne. Dies erwarte ich aber genauso umgekehrt denn das ist für mich die Grundlage für ein menschliches Miteinander. Diese Basis haben Sie meines Erachtens verlassen, in dem Sie mich der Lüge bezichtigt haben. Das muss ich und werde es auch so nicht akzeptieren. Sie selbst sollten sich die Frage stellen, welchen Sinn es überhaupt macht einem Lügner einen Fragenkatalog zu übermitteln. Selbst, wenn ich diese beantworte sind sie in Ihren Augen nichts Wert. Ich habe mir in der vergangenen Woche für alle Fans Zeit genommen und mich für diesen Abend vorbereitet, um allen ausführlich Rede und Antwort zu stehen. Speziell Sie haben es vorgezogen den Raum zu verlassen und haben auf diese Informationen keinen Wert gelegt. Welcher Schritt nach einer ausgesprochenen Beleidigung und wie zu erfolgen hat überlasse ich Ihnen bzw. Ihren persönlichen Wertekompass.

Mit freundlichen Grüßen Thomas Sobotzik (Vorstand Sport und Finanzen)“

Auch darauf haben wir Herrn Sobotzik geantwortet.

„Sehr geehrter Herr Sobotzik,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. An diesem Punkt möchten wir Ihnen gern inhaltlich auf Ihr Schreiben antworten: Wir möchten darauf hinweisen, dass es nie unsere Absicht war, dass der Fan-Abend dieses Ende nimmt. Ganz im Gegenteil – wir hatten einen weitaus umfangreicheren Fragen-Katalog ausgearbeitet. Einfach, um Klarheit in verschiedene offene Punkte zu bekommen. Kritische, sachliche Fragen zu stellen, die den Fans auf der Zunge liegen. Den Abbruch des Abends hat nicht der „Fanszene Chemnitz e.V.“ zu verantworten. Wir sind grundsätzlich an jeder sachlichen Diskussion auf Augenhöhe interessiert. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre sind natürlich die Sensoren der Fans sensibler geworden. Und man merkt, wenn nicht mit offenen Karten gespielt wird. Das ist hier – bisher unwiderlegt – der Fall.

Unabhängig von Ihrer sicherlich sehr guten Rolle als Sport(!)-Direktor sind wir von den anderen Rollen, die Sie offen vertreten haben, nicht überzeugt. Allein die Vorstellung, Sie als hauptamtlich Angestellter des Vereins wären als Vertreter des Insolvenzverwalters Klaus Siemon anwesend, widerspricht unseren Vorstellungen der Trennung von e.V. und insolvenzrechtlich verwalteten Themenfeldern. Uns zu bezichtigen, wir hätten Sie öffentlich als Lügner hingestellt, ist ebenso substanzlos. Sie selber haben in Interviews, unter anderem mit der „Freien Presse“, behauptet, es hätte keine Gesprächsbereitschaft seitens der suspendierten e.V.-Gremiums-Mitglieder Bauch und Georgi gegeben. Unsere Informationen aus mehreren Quellen sprechen da leider eine deutlich andere Sprache. Auch Ihre Behauptung, das Insolvenzrecht stünde über dem Vereinsrecht, ist zumindest von Ihrer Seite in keinster Form belegt. Viele juristische Kommentare behaupten genau das Gegenteil.

Bisher konnte ebenso wenig ein einziger Sponsor, Fan oder Unterstützer „präsentiert“ werden, der die Absetzung dieser beiden Personen gefordert hat. Wir müssen daher von Unwahrheiten ausgehen – nichts anderes haben wir ausgehend von der ersten Frage am Fan-Abend beschrieben. Grundsätzlich bleibt der „Fanszene Chemnitz e.V.“ als Ansprechpartner bereit, in sachliche und ergebnisoffene Diskussionen zu treten. Grundsätzlich behalten wir es uns aber vor, eine eigene, unabhängige Meinung zu vertreten. Im Sinne der Fans des Chemnitzer FC. Im Sinne des Chemnitzer FC e.V.

Mit himmelblauen Grüßen Ronny Licht, Erik Frenzel, Frank Lohse, Philipp Uhlig, Markus Müller, Markus Liebschner, Marcus Hengst, Frank Grunert, Lutz Uhlmann und Marcel Schumann für den Vorstand des Fanszene Chemnitz e.V.“

Wir unterstreichen an dieser Stelle noch einmal deutlich, dass wir natürlich weiterhin an einer konstruktiven Lösung der aktuellen Probleme interessiert sind. Dass hier die Zukunft unseres Vereins auf dem Spiel steht, ist uns bewusst. Auch wir würden uns lieber auf das erste Heimspiel der Saison freuen, auf eine neue, hungrige Mannschaft, die den vielen Anhängern der Himmelblauen wieder ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Allerdings können und wollen wir auch nicht still dabei zusehen, wenn unser Verein den Bach runtergeht und in eine unklare Zukunft steuert. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn die entsprechenden Fragen noch beantwortet werden. 

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