Zusammenfassung Fanclubabend

Zusammenfassung Fanclubabend

Der „Fanszene Chemnitz e.V.“ lud in Zusammenarbeit mit der „Ultrá-Szene KMS“ am vergangenen Freitag, dem 11. August 2017, zu einem Fanclubabend ein, um über diverse Themen zu berichten und zu diskutieren. Die Initiative ging hierbei von der zunächst von der Ultrá-Szene aus, um über aktuelle Geschehnisse rund um den Deutschen Fußballbund zu informieren. Darüber hinaus ergaben sich weitere Punkte, die vorbereitet und ausgearbeitet wurden. Insgesamt fanden sich fast 80 Personen von 27 Fanclubs sowie Vertreterinnen des „Fanprojektes Chemnitz“ zu diesem Treffen ein. Ein Vertreter des „Fanszene Chemnitz e.V.“ moderierte die Veranstaltung und vier Vertreter der Gruppen „Ultras Chemnitz 99“, „Ultrá Bande Karl-Marx-Stadt“ sowie der „Contra Cultura Chemnitz“ stellten diverse Themenfelder vor.

1) DFB-Pokal-Spiel gegen den FC Bayern München

Die anwesenden Fanclubs wurden über den Ablauf der Choreographie mit der Bitte informiert, die Umsetzung tatkräftig zu unterstützten. Zudem wurden alle Besucher der Südkurve gebeten, die Begegnungsschals zur Schalparade, welche traditionell zur Vereinshymne stattfindet, nicht zu nutzen, damit das himmelblaue Gesamtbild nicht zerstört wird.

Die Nachfrage eines Besuchers, wie mit Personen umgegangen werden soll, die in der Südkurve mit gegnerischem Fanutensilien stehen, wurde dahingehend beantwortet, dass solche Personen freundlich auf das Verbot – siehe Pressemitteilung vom Chemnitzer FC, publiziert vom 09. August 2017 – hingewiesen werden sollen. Hätte hierbei keine Einsicht stattgefunden, so sollen die Stadion-Ordner darauf aufmerksam gemacht werden. Dieses Vorgehen soll auch zukünftig immer in etwaigen Situationen angewendet werden.

2) Deutscher Fußballbund

Die Vertreter der „Ultrá-Szene KMS“ stellten verschiedene Punkte vor, die es erfordern, dass die aktuelle Entwicklung in Fußball-Deutschland nicht mehr hinnehmbar ist.

Hierzu zählen u.a.:

  • Kommerzialisierung
  • Strafgerichtsbarkeit
  • Sozialverträglichkeit

Es wurde darauf hingewiesen, dass nicht nur Ultrá-Gruppen davon betroffen sind, sondern diese Probleme alle Fans betreffen, die einer Entfremdung des Fußballs vom Sport weg und hin zum kapitalistischen Geschäft kritisch gegenüberstehen.

3) „AG Faninteressen“

Hierbei kam zunächst die Zusammensetzung der Arbeitsgemeinschaft zur Sprache. Die „AG Faninteressen“ setzt sich aktuelle wie folgt zusammen:

  • Fanbeauftrage
  • Fanprojekt Chemnitz
  • Fanszene Chemnitz e.V.
  • Vertreter der Ultrá-Szene KMS
  • ein Vertreter des Fanclubs „Clubsurfer“

Seit knapp 18 Monaten finden hierzu Treffen mit Vereinsvertretern statt, um fanspezifische Themen zu besprechen. Die Gastgeber des Abends wiesen darauf hin, dass aufgrund der im letzten Jahr hohen Fluktuation in den Gremien des Chemnitzer FC kaum verwertbare Gesprächserfolge erzielt werden konnten. Ein Beispiel hierfür ist, dass noch immer keine Lösung für die Zaunzacken in der Südkurve präsentiert werden kann, obwohl hierbei weiterhin eine enorm hohe Verletzungsgefahr besteht.

Aktuelle Themen der AG Faninteressen
• Fanhaus
– scheitert nach wie vor an der Finanzierung, hierzu soll der Kontakt mit Gunter Kermer wieder intensiviert werden
• Vorplatz
– Von Vereinsseite wird aktuell geprüft, ab wann der Platz neben der Südkurve (Container) verfügbar sein wird, damit der Stand vom „Fanszene Chemnitz e.V.“ und der „Ultrà-Szene KMS“ von der Edeka dorthin ziehen kann
– ein Fanclubvertreter brachte den Vorschlag ein, den Vorplatz durch bestimmte Aktionen (Beispiel: Sommerfest für Fanclubs) zu beleben
• Stadionverbotsanhörungskomission
– Chemnitz ist einer der wenigen Standorte in Deutschland, wo diese noch immer nicht zum Einsatz kommt
– Vertreterin des „Fanprojektes Chemnitz“ stellte Konzept vor, welches schon mehrmals an verschiedene Gremien des Chemnitzer FC versendet wurde

Ein großes Diskussionsthema stellte die Satzung des Chemnitzer FC dar. Bezüglich der Änderungswünsche – vor allem was die Listenwahl betrifft – muss eine zeitnahe Abstimmung zwischen den Mitgliedern bzw. den Fanclubs stattfinden, um einen korrekten, formellen Antrag stellen zu können.

Ein Fanclubvertreter fragte, warum die Fanbeauftragte nicht anwesend sei. Da sie Mitglied im Fanclub „Kreuzeiche Limbach“ ist, war sie offiziell eingeladen, konnte den Termin aber laut eigenen Angaben aufgrund der Vorbereitung für das DFB-Pokal Spiel nicht wahrnehmen.

4) Fanclubfahnen

Fahnen, die einen festen Platz im Stadion haben, müssen am Spieltag frühzeitig da sein, um eine ordentliche Beflaggung gewährleisten zu können. Sollte dies nicht der Fall sein, wurde um eine frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten, um entsprechend reagieren zu können. Bei Auswärtsspielen haben die Fahnen ein Vorrecht, welche am regelmäßigsten und längsten Präsenz zeigen.

Diesbezüglich wurde darum gebeten, dass sich Fanclubs, die nur eine große Heimfahne besitzen, Gedanken machen, ob man für Spiele in der Fremde eine kleinere Fahne nutzen könne. Vertreter der „Ultrá-Szene KMS“ bieten hierfür auch ihre Hilfestellung in Form von Vormalen, Farb- und Stoffauswahl etc. an.
Bei Auswärtsspielen muss jeder Fanclub besser auf seine Sachen aufpassen. Ein geschlossenes Auftreten bei Betreten bzw. Verlassen des Stadions verhindert, dass Fanutensilien abhandenkommen.

5) Support

Es kam zur Vorstellung der Ergebnisse der Umfrage, welche zum letzten Heimspiel der vergangenen Saison gegen den F.C. Hansa Rostock in der Südkurve durchgeführt wurde. Dass die Personen, welche nicht unmittelbar in der Nähe des Capo-Podestes stehen, die Anweisungen akustisch nicht wahrnehmen, wurde registriert. Die Platzierung von Vorsängern in den Blöcken 6A und 6C hat jedoch nicht den erhofften Ertrag gebracht, da zu viele Personen auf der Stehplatz-Tribüne stehen, die kein Interesse an der Unterstützung der Mannschaft haben.
Die aktuelle Entwicklung bei Auswärtsspielen zeigt in die richtige Richtung, beispielshaft dafür sind die Auftritte in Magdeburg und Erfurt aus der vergangenen Spielzeit. Bei Partien, wo der Gästeblock nicht voll gefühlt ist – wie in Paderborn oder Köln – soll zukünftig kompakter gestanden werden, um ein geschlossenes Bild der Fans präsentieren zu können.
Es wurde sich zudem gewünscht, dass mehr neue Gesänge eingeführt werden, die eine einfache Melodie aufweisen.

6) Vernetzung

Treffen wie dieser Fanclubabend sollen zukünftig einmal im Quartal stattfinden. Um auswärtigen Fanclubs die Teilnahme zu ermöglichen, sind hierfür immer Termine im Vorfeld eines Heimspiels angedacht. Über verschiedene Kommunikationskanäle soll zukünftig untereinander über aktuelle Geschehnisse der Fanszene informiert und diskutiert werden. Zudem ist angedacht, öffentlich wirksame Zusammenfassungen oder Nachrichten nicht mehr nur auf Social-Media-Plattformen zu streuen, sondern darüber hinaus weitere Kanäle zu nutzen, um eine höhere Transparenz zu erzielen.

7) Weitere Themen / Fragen der Fanclubs

Es wurde der Wunsch geäußert, dass Mitglieder des „Fanszene Chemnitz e.V.“ nicht nur einen Rabatt, sondern auch ein Vorkaufsrecht auf neue Merchandise-Artikel am Info-Stand erhalten. Die Umsetzung wird geprüft.

Der „Fanszene Chemnitz e.V.“ sowie die „Ultrá-Szene KMS“ danken allen anwesenden Gästen für ihre Anwesenheit sowie die Vielzahl an Meinungsäußerungen und Vorschlägen. Wir freuen uns darauf, zukünftig verstärkt gemeinsam die Fanszene in Chemnitz weiter voranzubringen.

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